
Es ist die häufigste Frage, die wir von neuen Kunden in unserem Luzerner Studio hören: "Ich mache bereits Yoga. Brauche ich wirklich Pilates?"
Oberflächlich betrachtet sehen sie ähnlich aus. Beide sind Low-Impact, finden auf einer Matte statt und betonen die Atmung. Aber unter der Haube sind es grundlegend verschiedene Disziplinen mit unterschiedlichen Zielen.
1. Ursprung: Alter Geist vs. Moderne Reha
Yoga ist eine jahrtausendealte spirituelle Praxis aus Indien. Das ultimative Ziel ist die Einheit von Körper, Geist und Seele, was oft zur Meditation führt.
Pilates (ursprünglich "Contrology" genannt) wurde von Joseph Pilates in den 1920er Jahren als Rehabilitationssystem für Spezialkrankenhäuser entwickelt. Es basiert auf westlicher Anatomie, Biomechanik und Physik. Hier gibt es keine Gesänge – nur reine Strukturtechnik für den menschlichen Körper.
2. Der Fokus: Loslassen vs. Halten
In vielen Yoga-Stilen (wie Vinyasa) liegt der Fokus oft auf Expansion und Flexibilität – Dehnen der Muskeln, um Spannungen zu lösen. Der Atem fließt frei.
Im Pilates konzentrieren wir uns auf Halt (Das Powerhouse). Wir stabilisieren die Körpermitte, bevor wir die Gliedmaßen bewegen. Wir nutzen Widerstand (Schwerkraft, Federn oder den Magic Circle), um Kraft in den Endbereichen der Bewegung aufzubauen.
3. Was brauchst du?
- Wähle Yoga, wenn: Du deine allgemeine Flexibilität verbessern, mental entspannen und eine spirituelle Verbindung finden möchtest.
- Wähle Pilates, wenn: Du dich von einer Verletzung erholst, deine Haltung korrigieren willst, eine stärkere Körpermitte brauchst oder die Struktur deines Körpers "straffen und tonen" möchtest.
Die perfekte Ehe
Wir glauben, sie sind die perfekten Mitbewohner. Yoga gibt dir die Länge und den geistigen Freiraum. Pilates gibt dir die Kraft und die Sicherheit. Ein Körper, der flexibel, aber instabil ist, ist verletzungsanfällig. Ein Körper, der stark, aber steif ist, lädt zu Brüchen ein. Du brauchst beides.
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